2-Farben-Aquatinta "Higgi"

 

 

Als Ausgangsmaterial für die Aquatinta-Radierung wurde eine Platte aus Zink verwendet. Diese Platte wurde entfettet und so mit pulverisiertem Kolophonium bestäubt, dass nur eine sehr dünne Staubschicht auf der Platte lag. Die Platte wurde nun von unten her vorsichtig erhitzt, sodass die Harzkörnchen auf der Platte anschmolzen. Es ergab sich eine Oberfläche, die einem feinen Schleifpapier ähnelt - mit offenen und gedeckten Punkten. Das malerische Abdecken mit Abdecklack erfolgte vor jedem weiteren Ätzgang. Damit wurden die Stellen abgedeckt, die hell drucken sollten, bereits geätzte Töne wurden so geschützt und blieben in verdichtender Folge erhalten. Mit einer Ätzlösung wurden danach um die Harzkörnchen herum kleine Vertiefungen in die Platte geätzt und es entstand ein Rasterkorn auf der Platte, in dem Druckfarbe beim Abwischen der Druckplatte haften blieb.
Verschiedene Farbhelligkeiten wurden dadurch erreicht, dass die Platte nach der ersten Ätzung getrocknet wurde und weitere Partien abgedeckt wurden. Durch die nun erfolgende zweite Ätzung wurden die noch offenen und zuvor durch Ätzung erzeugten Vertiefungen weiter vertieft und verbreitert und konnten somit beim Drucken mehr Farbe aufnehmen als die zwischenzeitlich abgedeckten Vertiefungen. Mit jedem weiteren Abdeck- und Ätzvorgang wurde ein dunklerer Farbton hinzugefügt.

Nach erfolgter „Mehrstufenätzung“ entfernt man die Harz- oder Asphaltkörnung sowie alle Abdeckschichten. Die Druckplatte wird anschließend eingefärbt und oberflächlich wieder von der Farbe gereinigt. In den Vertiefungen bleibt jedoch die Farbe haften, wobei die Farbaufnahme von der Feinheit des Rasterkorns, dessen Dichte und der Tiefe der Ätzung bestimmt wird. Mit der Tiefdruckpresse wird die Farbe auf angefeuchtetes Papier übertragen. Für jeden einzelnen Druckabzug muss die Platte frisch eingefärbt und abgewischt werden.

 

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