An der Stadtmauer 14 - 94469 Deggendorf


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Bilder der Ausstellung

8
ohne Titel   
2000
70 x 80
Maria Seidenschwann:
»Das Graphische verbindet sich mit dem Malerischen, durchdrungen von dem Licht, das sich über dem rechten Bildrand ausbreitet.«
7
2001
ohne Titel
70 x 80
»Meine Absicht ist es, den Betrachter zu zwingen, sich auf das Bild einzulassen, letztendlich ihn zu "fesseln".«
2
2001
ohne Titel
110 x 130
»Abbilden ohne bildhaft zu sein. Ich beabsichtige eine gegenstandslose Bildwelt zu erschaffen.«
1
2005
ohne Titel
100 x 130
»Nichts kann im wörtlichen Sinn vollendet aussehen - eigentlich könnte an jedem Bild der Prozess weitergehen, endlos. Und trotzdem sind für mich die Bilder abgeschlossen, was ich merke, wenn ich den richtigen Zeitpunkt fürs "hören" verpasse, und das Werk "kaputt" mache.«
4
2009
ohne Titel
90 x 110
»Starke Erlebnisse und Eindrücke, aus der Natur, aber auch aus Geschichte und Gesellschaft, kann ich nur in diesen Rottönen erzählen.«
11
2009
Chile
90 x 120
»Ein Spiel mit Farbe und Licht: Durch den dunklen Untergrund kommt das Türkis zum leuchten. Das Licht schwebt wie ein Nebel über dem Horizont.«
9
2011
Feuerland
130 x 110
»Auch hier diese Farbigkeit, die fast flammend daherkommt. Auch in diesem Bild steht Südamerika im Zentrum.
10
2011
Feuerland
130 x 110
Die Farbe versinnbildlicht die blutige Vorgeschichte, die Ausrottung der indigenen Bevölkerung und Zerstörung ihrer Nahrungsquellen durch die Europäer.«
6
2013
ohne Titel
120 x 130
»Ein Jahr zuvor war ich im Norden Chiles. Ein gewaltiges, großartiges, freundliches, aber auch anstrengendes und geschichtsträchtiges Land.«
3
2014
ohne Titel
90 x 110
»Vor der Landschaft male ich nur für mich, im Atelier entstehen meine Bilder über die Landschaft.«
5
2014
ohne Titel
130 x 110
»Meine Antreiber: Erleben von Landschaften, Begegnungen mit Menschen und ihren Kulturen.«

Wir bedanken uns bei Herrn Rüdiger Schernikau für den Artikel in der Deggendorfer Zeitung vom 20. November 2015

MARIA SEIDENSCHWANN – INFORMELLE MALEREI

Bei dem Versuch die informelle Malerei von Maria Seidenschwann einzuordnen habe ich mit meiner Grafik bei der Mengenlehre Anleihe genommen.

 

Die Elemente FORM, FARBE und ENTSTEHUNGSPROZESS sind übereinander gelagert. Es ergeben sich gemeinsame Bereiche, wobei die Grenzen fließend sind.

Die ersten beiden Schnittmengen seien hier nur kurz erwähnt:

FORM UND FARBE

In der gegenständlichen Malerei entsteht die Form überhaupt erst durch Farbe -
ob bei den Alten Meistern, beim Fotorealismus, Surrealismus oder Konstruktivismus.
Die farbige Form steht im Vordergrund, der Entstehungsprozesses selbst ist für den Betrachter nicht von Bedeutung.

FORM UND ENTSTEHUNGSPROZESS

Der Bereich reicht von plastischen Werken bis zur Fotokunst.
Während die Pieta von Michelangelo im Petersdom reinste Form ist,
wurde die Marienfigur am Stadtplatz Deggendorf farbig gefasst.

Fotografie habe ich deshalb gewählt, da ich mich auf die Ausstellung von Herrn Ernst Hermann im April freue.
Ein Foto ist ein Foto, kann und will seinen Entstehungsprozess nicht verleugnen.
Hermann verzichtet zugunsten der Form vollständig auf Farbe.

Und jetzt zu dem Bereich, der für die informelle Malerei relevant ist:

FARBE UND ENTSTEHUNGSPROZESS

Bei den Bildern von Maria Seidenschwan wird die Form vernachlässigt.
Die Aussagekraft der Farbe und der Entstehungsprozess stehen absolut im Mittelpunkt.
Sie sehen bei den Feuerbildern mit welcher Energie Maria Seidenschwann zu Werke ging.

Man wird ihre Bilder eindeutig dem Informel (französisch für „formlos“) zuordnen.

Die Künstler des Informel lehnten sowohl geometrische Formen
als auch abstrakte Darstellungen von realen Gegenständen
und überhaupt jede Art von konzipierter (also durchgeplanter) Darstellung ab.

Statt des Tektonischen soll das Spontane und Unbewusste des Malvorgangs betont werden, wodurch die  Emotion unmittelbaren Ausdruck erlangen soll.
Der malerische Prozess wird im Informel dadurch fast so wichtig wie das fertige Kunstwerk.

Zum Schluss ein Zitat

»Informel ist innerhalb des 20. Jahrhunderts die Phase II der malerischen Abstraktion.
Informel hat das Testament Kandinskys vollstreckt, ist jedoch nicht sein Epigone geworden.
Informel wurde seine Metamorphose.«
(Eugen Thiemann, Leiter des Museum für Moderne Kunst in Dortmund)

Mit meinen Worten:
Das Informel knüpft an Kandinskys Malerei an
ist keine Nachahmung ohne eigene Idee
sondern eine komplexe Verwandlung.

(Aus der Ansprache des Galeristen Johannes M. L. Pasquay am 18. November 2015)

 

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