An der Stadtmauer 14 - 94469 Deggendorf


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JÜRGEN FERDINAND SCHLAMP
ANALOGIEN 2017
EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNG
IM SCHLOSS OBERNZELL

Diashow [Klick auf das Bild]
ERÖFFNUNG FREITAG 2. JUNI 2017 UM 19 UHR
ES SPRICHT HUBERT EICHHEIM
AUSSTELLUNGSDAUER 3. JUNI BIS 16. JULI 2017
ÖFFNUNGSZEITEN DI-SO 10-17 UHR [15. Juni geschlossen]

Jürgen Ferdinand Schlamp bietet in Form von ausgewählten Zitaten die Möglichkeit an, einen für den Betrachter maßgeschneiderten Titel zu seinen Werken auszuwählen.
Dadurch wird die eigene Interpretation unterstützt und nicht wie sonst durch Bildtitel eingeschränkt.

Der griechische Begriff Analogia heißt so viel wie „Entsprechung“, „Verhältnis“. Welchen Dingen aber entsprechen die Bilder, die Sie hier sehen? Zunächst einmal gar keinen, wie ich finde. Sie sind wirkliche Gegenstände, angefertigt durch den Künstler. Erst wenn wir sie betrachten, beginnt das Spiel mit der Analogie.

... Die Wahrnehmung ist zunächst ein neutraler Vorgang. Das Auge eines Betrachters richtet sich willkürlich oder absichtlich auf das Bild und nimmt dabei je nach Blickfeld (Abstand) noch etwas von der Umgebung mit. Jetzt werden die Neuronen, d.h. die Hirnzellen tätig und empfangen einen Reiz, der die abgebildete Wirklichkeit bewertet. Das Ergebnis nennt man Wirkung. Ganz individuell empfindet der Betrachter Wohlgefallen, Ablehnung oder verfällt in eine rationale Reflexion, in Nachdenken. Erinnerungen tauchen auf, Vergleiche werden angestellt. Jetzt sind wir bei der Analogie angekommen. Nach Ludwig Wittgenstein ist »Das Bild ... ein Modell der Wirklichkeit.«. Der Künstler bedient sich ihrer, um das Gehirn des Betrachters, Kritikers, Käufers, Passanten zu reizen und dessen Wahrnehmung zu aktivieren. Analogie wird erst wirksam, wenn das Bild betrachtet wird.

... Statt der Wiedererkennung des dargestellten Gegenstands wird die Wahrnehmung auf eine aufregende Weise so herausgefordert, dass sie gleichzeitig die emotionale aber auch die rationale Seite anspricht. Hinter jeder Wirklichkeit befindet sich nämlich eine Reihe von Systemen, die bei der Beobachtung wirksam sind, präzise gegen vage Elemente, Eindeutiges gegen Mehrdeutiges, Klares gegen Unklares, Spannung gegen Entspannung, Ying gegen Yang. Wir reagieren mal mit Empfindung und Annahme, mal mit Vernunft und Wissen. 

... Die Analogie in diesen Bildern und Skulpturen ist nicht die Wirklichkeit selbst, sondern weist darauf hin, wie wir als Individuen die Wirklichkeit betrachten. Analogie als oszillierende Interaktion des Betrachters mit dem Bild oder Gegenstand. Der Titel eines kürzlich erschienen Buches des kanadischen Schriftstellers David Sax lautet „Die Rache des Analogen: Echte Dinge und warum sie wichtig sind.“  Damit entlasse ich Sie in das vergnügliche Wechselspiel mit den Analogien anhand der Arbeiten von Jürgen Ferdinand Schlamp.

Hubert Eichheim, geb. 1934 in Türkheim/Unterallgäu, Studium der Germanistik, Gymnasiallehrer, Schauspieler, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Goethe-Instituts bis 1995, publizistische Tätigkeit mit Themenschwerpunkt Griechenland, lebt in Athen und München.


Publikationen

Kunstverein Passau
Februar 2017
Passauer Neue Presse
2. Mai 2017
Passauer Neue Presse
9. Juni 2017
Passauer Neue Presse
9. Juni 2017

 

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